Christmas in Reykjavik

Dieses Mal haben wir es geschafft. Im Winter nach Island.

Do, 14.12.2017

Die Anreise verlief nicht ohne Störungen, da einer der größten Feinde der Deutschen Bahn, der Winter, unerbittlich zuschlug. Da der Zugverkehr praktisch eingestellt war, fuhren wir mit dem Auto zum Flughafen. Das ging, dank Schleichwegen, sehr schnell und bequem. Der Flug nach Keflavik war dann ebenfalls sehr unproblematisch.

In Reykjavik erwarteten uns dann schon am Flughafen Menschenmassen. Mit dem Shuttle fuhren wir ins CenterHotel Plaza. Das ist ein abgewohntes Touristenhotel. Schade – für den Preis hatten wir mehr erwartet.

Zum Glück fanden wir noch einen freien Tisch im Fish & Chips, unserem Lieblingsrestaurant in Reykjavik. Leider ist es auch dort sehr teuer geworden, aber die Qualität stimmt immer noch.

Nach dem Essen machten wir noch einen Bummel rund um den Ingolfstorg.

Fr, 15.12.2017

Schon um 7 Uhr ist der Frühstücksraum (im Keller) gut besucht. Das Frühstück ist ganz ok., ich vermisse allerdings den Skyr.

Draußen ist es kalt und klar. Richtig hell wird es in Reykjavik zu dieser Jahreszeit sowieso nicht. Wir starten die Tour bei Gullkunst Helgu. Tine bekommt als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk eine Halskette aus Lava und Korallen. Im Cafe Sandholt genießen wir einen Cappuccino und ein Teilchen. Im Isbjörninn gönne ich mir eine warme Pudelmütze. Danach schlendern wir zur Hallgrimmskirkja. Dort sollte es ein Konzert geben, aber 40 Euro für eine halbe Stunde war uns dann doch zuviel. Die nächste Station war das Rathaus. Die Christmas-Ausstellung dort brachte auch nicht viel. Wir gingen zum Hafen. Dort Baustelle,  Baustelle, Baustelle. Unser Mittagessen bestand aus dem „weltbesten“ Hotdog (vielleicht war es auch nur der zweitbeste).

Im Hotel erhielten wir die Nachricht, dass unsere heutige Nordlicht-Tour abgesagt ist. Ich buchte nach dem Prinzip Hoffnung für den Samstag.

Sa, 16.12.2017

Heute war Bus-Tag. Wir starteten in der Dämmerung zur Golden-Circle-Classic Tour. Der erste Halt war der Thingvellir-Nationalpark. Dieses Mal konnten wir durch den Spalt zwischen Amerika und Eurasien zum See gehen.

Der nächste Stop war der Gullfoss-Wasserfall. So vereist war er richtig eindrucksvoll.

Dann fuhren wir zum Geysir-Nationalpark. Der Geysir bläst nur noch ganz selten heisses Wasser in die Luft, dafür spuckt der Strokkur regelmäßig alle 6 Minuten.

Den Abschluß bildete ein kurzer Besuch in der Bischofskirche von Skalholt.

Abends gab es einen Hamburger im American Style – gar nicht so schlecht.

Die Krönung des Tages bildete dann abends die „Northern Lights Mystery Tour„.

Da werden in 10 großen Reisebussen Menschen zu einer Location gefahren, um Nordlichter zu sehen. Das funktionierte natürlich nicht, da es bewölkt war und regnete. Nach einer halben Stunde wurden dann alle zur nächsten Location gefahren. Dasselbe Spiel. Für uns endete diese sinnfreie Übung gegen 1.30 Uhr im Hotel.

So, 17.12.2017

Kurze Nacht. Vormittags fahren wir mit dem Linienbus nach Hafnafjördur. Wir besuchen zunächst das Viking Village und machen dann einen sehr kurzen Bummel durch das sehr kleine Christmas Village.

Zum Mittag gab es eine sehr gute Suppe (mit Free Refill) von Icelandic Street Food.

Nachmittags dann das Highlight: Ein Weihnachtskonzert in der Harpa mit dem Iceland Symphonic Orchestra.

Abends gab es ein Sandwich vom Cafe Sandholt.

Mo, 18.12.2017

Kurze Nacht, um 1:45 Uhr war aufstehen angesagt. Ganz unproblematisch war die Rückreise dann doch nicht, da unser Flug nach München wegen eines Streiks bei Icelandair 90 Min. Verspätung hatte. In MUC dauerte es wie immer ewig, bis die Koffer kamen. Zum Glück waren wir vor der Rush Hour zu Hause.

Fazit

Island ist sehr, sehr teuer. Im Schnitt doppelt so teuer wie in Deutschland.

Sollte Island in einigen Jahren immer noch so voll und teuer wie jetzt sein, werden wir sicher nicht fahren, schon gar nicht im Winter. Das CenterHotel Plaza oder ein anderes Hotel in der Partymeile am Ingolfstorg werden wir sicher nicht mehr buchen. Auf ein „Northern Lights Mystery“ werden wir auch verzichten.

Positiv: Die Menschen sind durchweg sehr freundlich. Ich habe keine Muffigen Isländer getroffen